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Heustreuer Musiker zwischen Kapitol und Konzert

18.12.2019

Das Blasorchester aus Heustreu spielte zwei Konzerte in den USA

BoaH - das Blasorchester aus Heustreu unterhält seit 2008 eine innige Freundschaft mit dem Symphonic Wind Ensemble der Bishop Ireton Highschool aus Alexandria (Viriginia) in den USA. Nachdem die Amerikaner zuletzt an Ostern Heustreu und die Rhön besucht hatten, starteten die Heustreuer Musiker in den Herbstferien den zweiten Gegenbesuch nach 2009 in Alexandria bei Washington DC.

 

41 Musikerinnen und Musiker machten sich am Freitag, den 25.10. auf die Reise über den Atlantik. Nach der Ankunft auf dem internationalen Flughafen Dulles bei Washington wurden alle Musiker mit ihren Instrumenten und dem Gepäck in 2 amerikanische Schulbusse verladen und nach einem kurzen Zwischenstopp, ging es weiter zur Bischop Ireton High School. Gemeinsam genoss man das dort stattfindende Diözäsankonzert von drei katholischen Schulorchestern und Chören. Anschließend wurden die Musiker auf verschiedene Gastfamilien verteilt.

 

Am Samstag fanden größtenteils Aktivitäten zusammen mit den Gastfamilien statt, wobei sich einige beim American-Footbal-Spiel der Bishop Ireton High School Mannschaft und dem anschließenden Oktoberfest sahen. Am Sonntag wurde durch eine Gastfamilie ein Willkommensessen ausgerichtet bei der sich alle Musiker mit ihren Gastfamilien trafen. Nachdem die Willkommensparty im Halloweenstil angelegt war, war es auch nicht verwunderlich, dass der Hausherr als Donald Trump verkleidet am Grill stand. Die Party war eine willkommene Gelegenheit um die ersten Kontakte zu vertiefen.

 

Am Montag trafen sich die Musiker zunächst um 8 Uhr morgens in der Schule um dort für die beiden Konzerte zu proben. Zusammen mit dem Symphonic Wind Ensemble der Bishop Ireton Highschool übte das Blasorchester aus Heustreu die gemeinsamen Stücke. Den restlichen Tag verbrachten die Heustreuer Musiker in der Old Town von Alexandria, wo sie neben zahlreichen bereits für Halloween geschmückte Häuser auch ein Brauhaus der Münchner Hofbräu entdeckten.

 

Am Dienstag fuhr man gemeinsam von der Schule direkt zum Weißen Haus. Von dort ging es fußläufig zu den aus vielen Filmen bekannten Memorials von Washington. Anschließend konnten die Musikerinnen und Musiker noch die Gelegenheit nutzen um in verschiedene kostenlose Museen reinzuschauen, bevor es zur letzten Probe zurück in die Schule ging. Am Abend trafen sich die über 21jährigen mit ihren Gastfamilien in einer Pianobar im National Harbor von Washington. Dort wurde bei der Livemusik kräftig mitgesungen und auch versucht die beiden Klavierspieler zu deutschsprachigen Liedern zu bewegen. Außer 99 red balloons war an deutschen Liedern nicht mehr drinnen, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.

 

Nachdem man Mittwoch zunächst den National Harbor mit der ausrangierten Präsidentenmaschine „Air Force One“ und anschließend noch ein Outlet-Center besichtigt hatte, traf man sich am Abend zum ersten gemeinsamen Konzert im Auditorium der Bishop Ireton Highschool, das auch live über Facebook übertragen wurde. So gab auf Seiten des Symphonic Wind Ensemble der frühere Leiter des Kunstbereiches der Schule und langjährige Solo-Xylophonist der Air Force Band, Dr. Randall Eyles, eine Kostprobe seines Könnens, bevor das Blasorchester aus Heustreu u. a. mit dem Stück „Pirates oft he Caribean“ Fahrt aufnahm. Am Schluss des Konzertes bildeten beide Musikgruppen eine gemeinsame Formation und spielten neben Melodien aus den Filmen „The Avengers“, „Moment for Morricone“ und einem Medley der „neuen Deutschen Welle“ noch den Frankenliedmarsch.

 

An Halloween konnten die Schüler statt in Schuluniform verkleidet in die Schule kommen, wovon einige auch mit ausgefallenen Kostümen gebrauch machten. In der ersten Schulstunde gab es dann im gut gefüllten Auditorium ein Konzert für die Schüler, die bei fetzigen Rhythmen von Bon Jovi kräftig mitklatschten. Anschließend fuhren die Heustreuer wieder mit Schulbus nach Washington. Diesmal um das Capitol zu besuchen. Bei der Führung durch die geschichtsträchtigen Räume erfuhren sie auch, dass an diesem Tag etwas Besonderes bevorstand. Es war der Tag an dem im Capitol von den Senatoren das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump zugelassen wurde, was sich auch im hohen Medienaufkommen wiederspiegelte.

 

Nach einer Woche hieß es dann am Freitag wieder Abschied nehmen von den Schülern, Lehrern und Gastfamilien. Auf dem Weg zum Flughafen wurde noch ein Zwischenstopp im Nationalpark „Great Falls“, den Niagarafällen des Südens, und dem Air & Space Museum eingelegt. Neben der Besichtigung eines Spaceshuttles hatten die Musiker auch die Gelegenheit ihr Können in Flugsimulatoren zu testen, bevor sie dann wieder ins echte Flugzeug zum Heimflug steigen mussten.

Zahlreiche Freundschaften sind in dieser Woche neu entstanden oder konnten vertieft werden. Viele Erlebnisse werden noch lange in Erinnerung bleiben. Seien es individuelle, wie zum Beispiel ein Abendessen, zubereitet vom Koch des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton, oder gemeinsame wie die Konzerte. Einige Musiker wollen sogar im nächsten Jahr nach Paris, wenn das Symphonic Wind Ensemble der Bishop Ireton Highschool in den Osterferien dort Station macht. Sicher ist, dass Heustreu für viele Schüler und Eltern bei einer Deutschlandreise nicht fehlen darf und dass auch Heustreuer bei einem Trip durch die USA sehr wahrscheinlich einen Abstecher nach Washington machen werden.

 

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